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Honda HR-V e:HEV (2023) im Test: Modern im Design, zurückhaltend beim Verbrauch, aber nicht günstig


Wer es unkompliziert, übersichtlich und verbrauchsarm mag, dazu gerne hoch und gemütlich sitzt, auf tolle Verarbeitung und modernes Design abfährt, der wird vom Honda HR-V abgeholt. Ein insgesamt stimmiges Paket, das seinen Preis hat.



Text: Patrick Aulehla | Fotos: Oliver Hirtenfelder
 

Honda hat ordentlich aufgeräumt im Produktportfolio, für diese Erkenntnis reicht ein Blick in den Konfigurator der Marke. Keines der sieben verfügbaren Modelle hat mehr als drei Jahre auf dem Buckel, und so sehen sie auch aus: Fesch, modern und progressiv fährt heute jeder Honda vor, vom kleinen Jazz bis zum großen CR-V hinauf.


Der neue Honda HR-V ist da selbstverständlich keine Ausnahme. Er markiert den Einstieg in die SUV-Welt der Marke und ist damit eines der wichtigsten Modelle im Angebot. Das bedeutet: 4,34 Meter Länge, 1,87 Meter Breite und 1,58 Meter Höhe, dazu erhöhte Bodenfreiheit und stylishes Design, mit dem Honda auch jüngere Autokäufer ansprechen möchte, die möglicherweise in Stadt-Nähe wohnen, sich aber gerne auch im Freien vergnügen.



Honda HR-V 2023 e:HEV Hybrid Frontansicht vor einem Wald

Sogar ein bisschen Coupé haben die Designer in die Heckansicht gezaubert. Das Ladevolumen liegt trotzdem im Klassenschnitt: 335 bis 1.300 Liter passen unter die Kofferraum-Klappe.


Honda e-HEV Hybridantrieb: Leise, kräftig und wenig durstig

Dazu passt der einzige Motor im Angebot – ein e-HEV genannter Hybridantrieb, der mit 131 PS und 253 Nm nominell nicht außerordentlich stark, aber gefühlt überraschend kräftig ist, um im Stadtgebiet sowieso, aber auch auf Freilandstraßen und Autobahnen zügig voranzukommen. Dabei nützt dem HRV vor allem die konsequente Ausrichtung auf elektrisches Fahren: Der Verbrennungsmotor wird hauptsächlich zur Stromerzeugung genutzt, den Antrieb übernehmen normalerweise die beiden Elektromotoren. Das bewirkt nicht nur ein spontanes Ansprechverhalten und ein geringes Geräuschniveau, sondern auch ordentliche Verbrauchswerte: In unserem Test hat sich der HR-V je nach Fahrweise zwischen fünf und sechs Liter eingeschenkt – damit waren wir erstaunlich nahe man vom WLTP-Wert von 5,4 Liter pro 100 Kilometer dran.


Durchdachtes und schnörkelloses Innenraum-Design

Viel Positives gibt es außerdem aus dem Innenraum zu berichten. Honda hat ein Kabinenlayout gewählt, mit dem man sich schnell arrangiert. Die lebensnotwendigen Dinge sind über Schalter und Tasten erreichbar, der Rest ist im 9-Zoll-Touchscreen versteckt. Wer statt des fest verbauten Navis lieber sein Smartphone nutzt, der kann dieses selbstverständlich über Android Auto und Apple CarPlay in die Schaltzentrale holen. Ganz grundsätzlich ist das Leben an Bord ein schönes: die Materialauswahl wirkt hochwertig, das Design ist fesch und schnörkellos und das Platzangebot auch im Fond sehr gut. Im Kofferraum dagegen geht es etwas enger zu: 335 Liter passen hinter die Rücksitze, was in etwa Klassenschnitt, aber nicht herausragend ist. Wer die Rückbank flachlegt, der bekommt immerhin 1.300 Liter unter.




Fesch, aufgeräumt, intuitiv: Im Innenraum des Honda HR-V findet man sich nicht nur schnell zurecht, sondern fühlt sich auch durchwegs wohl.


Österreich-Preis: Nicht günstig, aber umfangreich ausgestattet

Bleibt noch eines, und zwar die Kosten: Mit einen Basispreis von 35.490 Euro in Österreich für das Einstiegslevel Elegance ist der HR-V nicht günstig, und das sind auch die Optionspreise nicht. 1.550 Euro werden für getönte Scheiben fällig, oder 1.950 Euro für das Obscura Black-Paket. Allerdings: Die Ausstattung, die dem HR-V schon serienmäßig mitgegeben wird, ist ordentlich. Immer an Bord sind etwa das Honda Connect Infotainmentsystem mit 9-Zoll Touchscreen und Smartphone Anbindung, beheizbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera, eine Sitzheizung für die Vordersitze, LED-Scheinwerfer, und so weiter, und so fort.



Honda HR-V 2023 e:HEV Hybrid serienmäßige Alufelgen

Auch die gibt es serienmäßig: Schöne 18-Zoll Alus


In der zweithöchsten Ausstattung Advance (ab 38.090 Euro) fahren dann auch eine elektrische Heckklappe und ein beheizbares Lederlenkrad mit. In der Topversion Advanced Style (ab 40.690 Euro) auch ein induktives Ladepad und Abbiegelicht mit LED-Technik. Preist man auch den serienmäßigen Hybridantrieb mit ein, liegt Honda mit dem HR-V voll auf Augenhöhe mit dem Mitbewerb – etwa mit dem ähnlich großen, ähnlich neuen und ähnlich teuren Toyota C-HR.


 

Honda HR-V e:HEV 1.5 i-MMD Hybrid (2023): Technische Daten, Preis, Leistung, Gewicht, Verbrauch


Testwagenpreis: € 41.380,00 brutto (Basispreis: ab € 35.490,00)

Bestellbar: Ab sofort (Konfigurator)

Motorleistung: 96 kW/131 PS

Drehmoment: 253 Nm

0-100 km/h: 10,3 sek.

Vmax: 170 km/h


Leergewicht: 1.380 - 1.401 kg

Kofferraum: 335 - 1.300 Liter

Länge/Breite o.S./Höhe: 4.340/1.790/1.582 mm

Verbrauch (WLTP): 5,4 Liter/100 km

CO2 (WLTP): 122 g/km


Ganz kurz: Der neue Honda HR-V verspricht frisches Design, eine umfangreiche Basisausstattung und niedrige Verbrauchswerte dank e:HEV Hybridantrieb. In unserem Test hat der 131 PS und 253 starke Hybridmotor zwischen fünf und sechs Litern Kraftstoff verbraucht - damit liegen wir erstaunlich nahe am WLTP-Verbrauch. Außerdem bietet das 4,34 Meter lange, 1,79 Meter breite und 1,58 Meter hohe Kompakt-SUV ausreichend Platz im Innenraum, einen 335 bis 1.300 Liter großen Kofferraum und viele Technik-Features wie das serienmäßige 9-Zoll Navi mit Smartphone-Anbindung. Preislich liegt der HR-V auf Augenhöhe mit dem Mitbewerb: Ab 35.490 Euro geht's in Österreich los.


 


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