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Redaktionstagebuch #11: Vitara, Winter und Cayenne


In der heutigen Ausgabe des Redaktionstagebuchs:

- Wir bringen den Suzuki Vitara zurück

- Auto-Features, die man im Mai nicht mehr verwenden will

- Wir werfen einen Blick auf den neuen Porsche Cayenne



Text: Patrick Aulehla | Fotos: Redaktion, Porsche
 

Es heißt wieder einmal Lebewohl sagen. Und zwar zum Suzuki Vitara. Der hat uns in den vergangenen zwei Wochen unter anderem gelehrt, dass ein Schaltgetriebe unseren Bezug zum Auto vertieft. Und, dass der 1,4 Liter-Bossterjet-Turbobenziner ausgezeichnet zu ebendiesem Schaltgetriebe passt. Man will bei aller Nostalgie nämlich doch nicht ständig im Getriebe umrühren, und das verhindert der 129 PS und 235 Nm starke Vierzylinder gekonnt - nicht zuletzt seiner Mild-Hybrid-Technik wegen. Die verhilft dem Vitara trotz langer Gänge zu früher Kraftentfaltung, indem der 48-Volt-Startergenerator den ersten Vorwärts-Anstoß initiiert. Das kann er auch in die entgegengesetzte Richtung: beim Spritsparen. Unterhalb von 20 km/h rollt man beispielsweise verbrennerfrei zur Ampel - das hilft besonders im Stadtgebiet einiges des flüssigen Goldes einzusparen.




Lässt keine Wünsche offen, solange man sich nicht überschwänglichen Luxus wünscht


Damit zu einer ganz anderen Geschichte: Dem Wetter. Ich habe gestern Lenkradheizung und Sitzheizung aktiviert. Im Mai. Da hat's doch bitte was. Es dürften dann gerne mehr Sonnentage sein - nicht nur unserer Stimmung, sondern auch unserer Fotoshootings wegen. Dafür ist das Wetter nämlich suboptimal - und für unsere Stimmung auch.


Andererseits: So gewinnen SUV-Präsentationen an Authentizität - wie ebenjene des neuen Porsche Cayenne. Der ist erwartungsgemäß noch schöner und besser und schneller als das Vorgängermodell, was Porsche mit folgendem Bekenntnis untermauert: Man hat den V6 aus dem Cayenne S geschmissen und stattdessen keinen Vierzylinder, sondern den Vierliter-V8 eingebaut. Das muss man erst einmal durchbringen vor den Spaßverderbern, die den Flottenverbrauch berechnen.




Wenn man alle, wirklich alle Eventualitäten einkalkulieren möchte: Der geländetaugliche Porsche Sportwagen Cayenne.


Besonders stolz ist man auch auf das neue Bedienkonzept, das Porsche Driver Experience heißt und alle nötigen Funktionen in den Fahrerfokus rückt. Das klingt markenübergreifend nach keiner schlechten Idee. Dazu gibt es einen ganzen Haufen Displays - einen 12,6-Zoll Tacho im Curved-Design, ein 12,3-Zoll Zentraldisplay und auf Wunsch einen 10,9-Zoll Monitor für die Beifahrerseite - und natürlich mehr Leistung. Nicht nur beim Cayenne S, sondern bereits ab dem Basismodell. Das leistet mit 353 PS und 500 Nm jetzt 13 PS und 50 Nm mehr als bisher, trägt allerdings noch den V6 unter der Haube. Ihr werdet es verschmerzen. Der V6 ist auch die Basis für den Porsche Cayenne E-Hybrid, der mit 470 PS jetzt ebenfalls stärker, mit 25,9 statt 17,9 kWh Batteriekapazität vor allem aber elektrisch ausdauernder ist. Bis zu 90 Kilometer sollen es im Stadtverkehr sein, wo dieses Fahrzeug einen Gutteil seines Daseins fristen wird. Der eingangs erwähnte Cayenne S bildet vorerst das Topmodell - das heißt jetzt 474 PS (+ 34 PS) und 600 Nm (+ 50 Nm) aus dem ebenfalls erwähnten 4,0-Liter V8-Aggregat. Zu den Preisen schweigt sich Porsche noch aus, aber so viel lässt sich an die Wand malen: Der Suzuki Vitara ist die preiswertere Alternative, um durch die Stadt und gelegentlich über Land zu kommen. Die angenehmere, flottere, exklusivere? Das sicher nicht.



Porsche Cayenne 2023 Innenraum

Displays überall: Das Armaturenbrett des Cayenne ist jetzt ein Fernseher.

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