- Patrick Aulehla

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Neuer Mazda CX-5 (2026) im Test: Viel Platz, viel Ausstattung, fairer Preis, schwacher Motor
Mazda schickt den CX-5 in die dritte Generation – mit vielen guten Argumenten: 11,5 Zentimeter mehr Länge als der Vorgänger, volldigitales Infotainment und viel Platz für Passagiere und Gepäck. Der 2,5-Liter-Sauger-Benziner mit 141 PS wirkt im Elektro-Zeitalter allerdings etwas unterdimensioniert.
Text: Patrick Aulehla | Fotos: Mazda
Das Wichtigste in Kürze
Abmessungen: Der neue Mazda CX-5 ist deutlich gewachsen (+11,5 cm in der Länge) und bietet in der jetzt dritten Generation dadurch deutlich mehr Platz, vor allem im Fond und im Ladeabteil (bis zu 2.019 Liter gemäß VDA)
Preis in Österreich: ab 37.780 Euro, die getestete Exclusive-Line steht ab 43.680 Euro (FWD) bzw. ab 45.680 Euro (AWD) in der Liste
Testverbrauch: im Schnitt 8,0 Liter auf 100 Kilometer, etwa 0,5 Liter über WLTP, im Vergleich zu Hybrid- oder Dieselmotoren ist das recht viel, trotz Allrad
Stärken: Komfortabel abgestimmtes Fahrwerk, viel Platz im Fond und 2.000 Kilogramm Anhängelast
Schwächen: Der 141-PS-Sauger arbeitet am unteren Ende dessen, was dieses Format verlangt, und das Bediensystem verlangt beim Fahren zu viel Aufmerksamkeit.
Das macht der neue Mazda CX-5 anders
Vor allem motorisch setzt der Mazda CX-5 auf ein unübliches Rezept: Der Vierzylinder kommt mit viel Hubraum (2,5 Liter) und sehr hoher Verdichtung (13:1), verzichtet aber auf eine Aufladung durch Turbo oder Kompressor. Mit 141 PS Maximalleistung und 238 Newtonmeter Drehmoment gehört er nicht zu den kräftigsten seiner Klasse - mit einem WLTP-Verbrauch von 7,0 Litern auch nicht zu den sparsamsten. Die Vorteile dieses Konzepts erschließen sich eher erst auf weite Sicht - durch geringere Reparaturkosten und konzeptbedingte Langlebigkeit.

Abmessungen und Design: 11,5 Zentimeter mehr, und die sieht man
Der neue CX-5 ist in allen Richtungen gewachsen. 4.690 Millimeter Länge bedeuten ein Plus von 115 Millimetern, die Breite legt um 15 Millimeter auf 1.860 Millimeter zu, die Höhe um 30 Millimeter auf 1.695 Millimeter. Entscheidend für die Passagiere im Fond ist vor allem der Radstand: Er misst jetzt 2.815 Millimeter, ebenfalls 115 Millimeter mehr als bisher.
Damit ist der CX-5 länger als die meisten direkten Mitbewerber. Ein VW Tiguan misst 4.539 Millimeter, ein Hyundai Tucson 4.500 Millimeter, ein Toyota RAV4 der sechsten Generation 4.600 Millimeter. Optisch bleibt Mazda der Kodo-Linie treu, wirkt jetzt deutlich moderner als sein Vorgänger und gibt sich im Vergleich zu seinen direkten Mitbewerbern keine Blöße.

Platzangebot und Kofferraum: Wo der CX-5 wirklich punktet
Der lange Radstand zahlt sich aus: Mazda gibt 58 Millimeter mehr Kniefreiheit und 29 Millimeter mehr Kopffreiheit im Fond an, dazu öffnen die hinteren Türen im 88-Grad-Winkel. Das ist im Alltag durchaus spürbar: Kindersitze lassen sich ohne Verrenkungen befestigen, auch Erwachsene sitzen hinten auf Langstrecke entspannt.
Auch beim Kofferraum legt der neue CX-5 zu: 583 Liter nach VDA bedeuten 61 Liter mehr als beim Vorgänger, bei umgeklappten Lehnen wächst das Volumen auf gewaltige 2.019 Liter (plus 381 Liter). Ordentliche Werte – aber Klassenbestwerte sind es nicht: Ein VW Tiguan bietet 652 Liter, ein Hyundai Tucson je nach Antrieb bis zu 620 Liter. Der Toyota RAV4 Hybrid liegt mit 514 Litern dahinter. Wo der CX-5 unabhängig von der Litermessung überzeugt: Die Ladekante liegt 18 Millimeter tiefer als bisher, der Boden ist flacher, die Lehnen teilen sich im Verhältnis 40:20:40 - praktisch, wenn man zum Beispiel in den Skiurlaub fährt.

Antrieb und Fahrleistungen: Reicht der 2,5-Liter-Sauger?
Der e-Skyactiv G 141 ersetzt den bisherigen 2,0-Liter-Einstiegsbenziner und leistet 104 kW/141 PS bei einem maximalen Drehmoment von 238 Newtonmetern, das zwischen 3.500 und 3.750 Touren anliegt. Unterstützt wird er von einem 24-Volt-Mildhybrid-System mit riemengetriebenem Startergenerator (maximal 5,1 kW/48 Nm) und einer 0,216 kWh kleinen Lithium-Ionen-Batterie.
Dazu kommen eine Zylinderabschaltung für den Teillastbetrieb und serienmäßig eine Sechsstufen-Wandlerautomatik. Auf dem Papier klingt das nach einer soliden Basis, in der Praxis bewegt sich der CX-5 damit am unteren Ende des Segments. 10,5 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h sind gerade noch in Ordnung, der Motor muss für zügige Überholvorgänge oder eine flott gefahrene Autobahnauffahrt aber hörbar arbeiten. Der Sauger spricht grundsätzlich linear und ohne Turboloch an, benötigt aber Drehzahl – das ist etwas, das man von modernen Turbo- und speziell von Elektromotoren nicht mehr kennt.

Verbrauch im Test: 8 Liter auf 100 Kilometer
Mazda gibt den WLTP-Verbrauch für die Allradvariante mit 7,5 Liter pro 100 Kilometer an, die CO₂-Emission liegt bei 168 Gramm pro Kilometer. In unserem Test lag der Realverbrauch bei durchschnittlich 8,0 Litern und damit rund einen halben Liter über der Werksangabe. Das ist im Segment kein Ausreißer nach unten, aber eben auch kein Argument. Ein VW Tiguan mit 150 PS starkem Turbobenziner bleibt im gleichen Nutzungsprofil rund einen Liter darunter, Dieselmotoren sind im Regelfall noch deutlich sparsamer.
Fahrwerk und Fahrverhalten: Komfort vor Dynamik
Etwas untypisch für Mazda: Das Fahrwerk ist eindeutig auf der komfortablen Seite zuhause. Weichere Federn, angepasste Stabilisatoren und geänderte Zugstufendämpfung an beiden Achsen machen den CX-5 zum komfortablen Langstreckenbegleiter, aber nicht zum Sportler. Querfugen, Schlaglöcher und der übliche österreichische Landstraßenbelag werden souverän weggebügelt, das Geräuschniveau ist niedrig.
Der Kompromiss zeigt sich in Kurven. Die weiche Abstimmung bringt eine deutliche Seitenneigung mit sich. Wer den Jinba-Ittai-Gedanken aus dem MX-5 im Hinterkopf hat, wird hier nicht fündig – das scheint uns für ein Familien-SUV allerdings der vernünftigere Weg zu sein. Viel besser als im MX-5 ist dagegen die Anhängelast des CX-5: Mit bis zu 2.000 Kilogramm zieht er auch schwere Hänger.

Innenraum, Infotainment und Bedienung: Gut, aber im Detail verbesserungswürdig
Der Innenraum folgt dem Konzept, das Mazda mit dem 6e eingeführt hat: horizontale Armaturentafel von Tür zu Tür, aufgeräumt, mit ordentlichen Materialien. Die Verarbeitungsqualität ist gut, allerdings wird auch in sichtbaren Bereichen auf Hartplastik gesetzt (zum Beispiel an den Türen), was den Qualitätseindruck ein wenig dämpft. Und: Die charakteristische Eigenständigkeit früherer Interieurs ist einem etwas neutraleren Auftritt gewichen.

Das Armaturenbrett wird optisch von einem 12,9 Zoll Touchscreen dominiert (15,6-Zoll sind es im Topmodell Homura), dazu kommen ein volldigitales 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein Head-up-Display. Erstmals in einem Mazda ist Google built-in an Bord, inklusive Google Maps, Google Play und Gemini als Sprachassistent. Das funktioniert grundsätzlich gut und ersetzt die Navigation der alten Schule vollwertig.
Nur: Der Bildschirm ist leicht vom Fahrer weggeneigt, was ergonomisch schwer nachvollziehbar ist. Und die Kacheln, Schriftgrößen und Bedienfelder fallen so klein aus, dass man sie während der Fahrt kaum zuverlässig trifft. Da sämtliche Funktionen über den Touchscreen bedient werden, ist das mehr als eine Geschmacksfrage. Ebenfalls auffällig: Geschwindigkeitswarner und Spurhalteassistent meldeten sich in unserem Test auch dann wieder zu Wort, wenn sie zuvor deaktiviert worden waren. Das ist im Alltag lästig.
Ausstattung und Preise in Österreich: ab 37.780 Euro, Topversion Homura kostet 46.680 Euro
Während man über Fahrleistungen und Infotainment-Bedienung streiten kann, gibt es an den Preisen für den neuen Mazda CX-5 nichts zu kritisieren. Die Basisversion Prime-Line startet bei 37.780 Euro und ist so gut ausgestattet, dass sich man sich den Griff zu höheren Levels drei Mal überlegt. Serienmäßig an Bord sind etwa der digitale Tacho, das 12,9 Zoll Infotainmentsystem, etliche Assistenzsysteme wie der adaptive Tempomat oder der Querverkehrsassistent, Apple CarPlay und Android Auto (kabelgebunden), Klimaautomatik, Einparksensoren rundum und vieles mehr.
Die Centre-Line startet bei 41.560 Euro (Frontantrieb) oder 43.560 Euro (Allradantrieb) und steht statt 17-Zoll-Alufelgen auf 19-Zoll-Alufelgen, verfügt zusätzlich über Kunstleder an den elektrisch einstellbaren Sitzen, über eine elektrische Heckklappe, Lenkradheizung und das Head-Up-Display.
Die von uns getestete Exclusive-Line kommt für 43.680 Euro (Frontantrieb) oder 45.680 Euro (Allradantrieb) zusätzlich mit BOSE Soundsystem, zusätzlichen Assistenzsystemen und Memory-Funktion für die Sitze. Die Topversion Homura gibt es für 46.860 Euro (Frontantrieb) oder 48.860 Euro (Allradantrieb) und verfügt über Echtleder-Sitze mit Sitzklimatisierung, das große 15,6 Zoll Infotainmentdisplay, adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer und speziellen Designakzenten.
Alle Mazda CX-5 Kunden profitieren von sechs Jahren Neuwagengarantie (gedeckelt bei 150.000 Kilometer), 12 Jahren Garantie gegen Durchrosten und einer Mobilitätsgarantie, die sich mit jedem Service bei einem Mazda-Partner automatisch verlängert.

Fazit: Ein sehr vernünftiges Auto mit vermeidbaren Schwächen
Der neue Mazda CX-5 macht genau das, was ein Familien-SUV machen soll: Er bietet viel Platz, fährt komfortabel, zieht bis zu zwei Tonnen und dürfte - nicht zuletzt wegen der langen Garantie - ein treuer und langfristiger Begleiter sein. Dass Mazda beim Saugmotor bleibt, ist eine bewusste Entscheidung, die vertretbar ist, solange man den CX-5 unaufgeregt bewegt.
Zwei Punkte hätte man aber vermeiden können. Der Verbrauch liegt spürbar über dem, was die Mitbewerber mittlerweile abliefern. Und das Bediensystem, an sich mit Google built-in technisch auf der Höhe, verlangt durch zu kleine Bedienflächen und eine unglückliche Bildschirmneigung mehr Aufmerksamkeit, als es erwünscht wäre. Wer das in Kauf nimmt, bekommt für den fairen Preis von 37.780 Euro ein durchdachtes, grundsätzlich gut verarbeitetes und ausgesprochen alltagstaugliches Mittelklasse-SUV.
Was wir gut finden: Platzangebot im Fond, Federungskomfort, 2.000 kg Anhängelast, sechs Jahre Garantie, vollständige Assistenzausstattung ab Basis, das Mazda-Rot
Was wir nicht so gut finden: Verbrauch, zu klein geratene Bedienflächen im Infotainment, vom Fahrer weggeneigter Bildschirm, gelegentlich wieder aktive Assistenzwarner
Man kauft ihn, weil: man ein großes, komfortables SUV mit langer Garantie will und mit einem eher schwächeren Motor gut leben kann
Vergleichbare Fahrzeuge: VW Tiguan, Hyundai Santa Fe, Skoda Kodiaq, Nissan X-Trail, Renault Espace
Mazda CX-5 e-Skyactiv G 141 AWD Exclusive-Line (2026): Technische Daten, Österreich-Preis, Verbrauch, Abmessungen
Testwagenpreis: € 44.600,00 brutto
Einstiegspreis: € 37.780,00 brutto
Bestellbar: ab sofort (Konfigurator)
Motor: 2,5-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner, 24-Volt-Mildhybrid
Hubraum: 2.488 ccm
Motorleistung: 104 kW/141 PS bei 4.500–5.000 U/min
Drehmoment: 238 Nm bei 3.500–3.750 U/min
Getriebe: Sechsstufen-Automatik (Skyactiv-Drive)
Antrieb: Allradantrieb
0–100 km/h: 10,9 sek
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
Verbrauch (WLTP): 7,5 Liter/100 km
Realverbrauch im Test: 8,0 Liter/100 km
CO₂-Emission (WLTP): 168 Gramm/km
Abgasnorm: Euro 6e
Tankinhalt: 58 Liter
Leergewicht: 1.671–1.711 kg
Höchstzulässiges Gesamtgewicht: 2.272 kg
Abmessungen L/B o.S./H: 4.690/1.860/1.695 mm
Radstand: 2.815 mm
Bodenfreiheit: 205 mm
Wendekreis: 12,0 m
Kofferraumvolumen (VDA): 583–2.019 Liter
Anhängelast (gebremst/ungebremst): 2.000 kg/750 kg
Neuwagen-Garantie: 6 Jahre/150.000 km



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