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Toyota Modellprogramm 2026: Neuer Aygo X, bZ4x und Urban Cruiser im ersten Test


Neue Antriebe, neue Batterietechnologie und ein gänzlich neues Elektromodell: Toyota wertet für 2026 den Aygo X und den bZ4X auf und schickt mit dem Urban Cruiser ein neues elektrisches City-SUV auf den Markt. Wir sind alle drei gefahren.



Text: Patrick Aulehla | Fotos: Toyota


Toyota bekennt sich auch 2026 zur freien Antriebswahl. Das ist beinahe die erste Botschaft, die uns bei der Pressekonferenz im Rahmen des Toyota-Testtages mit auf den Weg gegeben wird. Kein Wunder, mit dem Hybridantrieb haben die Japaner vor vielen Jahren bereits ein Feld eröffnet, das mittlerweile großen Zuspruch findet - und diesen auch verdient. Die Hybridfahrzeuge von Toyota sind sparsam, robust und langlebig - das wird ihnen jeder Taxifahrer Wiens bestätigen.


Hybridisiert wird von Toyota so ziemlich alles: Von Kleinwagen wie dem Yaris über die Klassiker Prius, C-HR oder Corolla, bis hin zum großen RAV-4 wird alles mit Strom gefüttert, was Räder hat. 2026 folgt der neue Aygo X mit Hybridantrieb und stellt dabei gleich zwei wichtige Benchmarks auf: Er ist der einzige Hybrid seiner Klasse und weist mit 85 Gramm pro Kilometer den geringsten CO2-Ausstoß aller auf dem Markt erhältlichen Vollhybride aus.


Mit den Elektroantrieben hat man dagegen lange gewartet, den Aufsprung auf den Zug aber nicht verpasst: Mit dem bZ4X führte Toyota 2023 das erste rein elektrische Serienmodell ein - ein kompaktes SUV mit deutlich über 400 Kilometer Reichweite, Front- oder Allradantrieb und viel Ausstattung. Jetzt, 2026, folgt die erste Überarbeitung des bZ4X (neue Batterietechnologie, mehr Reichweite, mehr Leistung, dazu gleich mehr), zeitglich wird das zweite vollelektrische Modell, der Urban Cruiser, auf dem österreichischen Markt eingeführt. Wir haben alle drei Modelle - Agyo X Hybrid, bZ4X und Urban Cruiser - getestet.


Im Test: Toyota Aygo X Hybrid 2026

Der Toyota Aygo X erfährt gleich mehrere Anpassungen: Eine neues Frontdesign sorgt für moderneres Auftreten, die Länge des Autos wächst an der Front um 76 Millimeter auf nun insgesamt 3,78 Meter. Damit eignet sich der Aygo X perfekt als Stadtauto. Und jetzt sogar noch mehr, da er erstmals einen Hybridantrieb erhält. Dieser erhöht die Leistung des Aygo X auf 116 PS (bisher maximal 72 PS), lässt ihn in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen (bisher bestenfalls 14,8 Sekunden) und drückt den CO2-Ausstoß auf 85 Gramm pro Kilometer. Das ist der geringste Wert unter allen Vollhybriden auf dem Markt.



Und auch in der Praxis erweist sich der Aygo X als sehr sparsam: Bei Temperaturen um 0 Grad verbraucht er bei einer etwa 50 Kilometer langen Runde um den Attersee (viel Ortsgebiet, etwas Freilandstraßen) durchschnittlich nur 3,8 Liter Benzin. Auffallend: Der Kleine geht mit 116 PS sehr stramm vorwärts, lässt sich erfreulich spielerisch bewegen und passt überall dort, wo Platz Mangelware ist, wie angegossen. Klar ist aber auch: Platz im Kofferraum oder auf der Rückbank gibt es nicht allzu viel. Der Einstiegspreis für den neuen Toyota Aygo X liegt in Österreich bei 20.490 Euro. Die Topversion GR Sport kostet 26.690 Euro.


Toyota Aygo X 2026 Hybrid Innenraum


Im Test: Toyota bZ4X 2026 AWD mit 343 PS

Der Toyota bZ4X ist wie erwähnt das erste Serien-Elektroauto des japanischen Herstellers. Mit dem Modellupdate halten neue Batterien, neue Antriebe und mehr Ausstattung Einzug. Außerdem wird durch ein aufgefrischtes Frontdesign der cW-Wert verbessert (jetzt 0,27 statt wie bisher 0,29), was neben dem Geräuschkomfort auch der Reichweite zugute kommt. Diese ist auch aufgrund der neuen Batterien gewachsen: Zur Auswahl stehen zwei Größen mit 57,7 kWh brutto oder 73,1 kWh brutto. Die Reichweiten belaufen sich gemäß WLTP jetzt auf 442 (kleine Batterie, Frontantrieb), 569 (große Batterie, Frontantrieb) oder 515 Kilometer (große Batterie, Allrad).



Mehr Ladegeschwindigkeit gibt es ebenfalls: Erstmals lässt sich die Batterie des bZ4X vorkonditionieren, wodurch man für die Standard-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent Ladestand nur 28 Minuten benötigt. Geladen wird mit maximal 150 kW DC, am AC-Stecker sind bis zu 22 kW möglich. Die Preise starten bei 42.690 Euro und enden bei 52.790 Euro für die Topausstattung mit Allradantrieb. Und, speziell in Österreich wichtig: Der bZ4X kann jetzt bis zu 1.500 Kilogramm Anhängelast ziehen.


Toyota bZ4X 2026 Elektro Innenraum

Im Fahrbetrieb zeigt der bZ4X seine Stärken: Ruhiges Fahrverhalten, tolles Fahrwerk, moderater Stromverbrauch (21,7 kWh im Praxistest bei etwa 0 Grad Außentemperatur). Leistung gibt es im Allradmodell freilich mehr als genug.



Im Test: Toyota Urban Cruiser AWD

Mit dem Toyota Urban Cruiser startet nun das zweite vollelektrische Serienfahrzeug auf dem österreichischen Markt. Trotz der citytauglichen Länge von 4,28 Metern bietet der Urban Cruiser 2,7 Meter Radstand (also genauso viel wie der RAV-4) - das spürt man vor allem im Innenraum. Das Auto bietet viel Platz auf den Rücksitzen und immerhin 310 Liter Kofferraumvolumen. Dieses lässt sich zum Wohle der hinten Mitreisenden mittels um 16 Zentimeter verschiebbarer Rückbank verkleinern. Praktisch: Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 4:2:4 umklappen.



In Sachen Antrieb zeigt sich der Urban Cruiser souverän: Zur Auswahl stehen eine 106 kW/144 PS starke Variante mit 344 Kilometer Reichweite (49 kWh brutto Batteriekapazität, Vorderradantrieb), eine 128 KW/174 PS starke Variante mit 426 Kilometer Reichweite (61 kWh brutto Batteriekapazität, Vorderradantrieb), und ein 135 kW/184 PS starker Allradler mit 395 Kilometer Reichweite (ebenfalls 61 kWh brutto Batteriekapazität). Etwas unterdurchschnittlich fällt die DC-Ladeleistung aus: Die kleine Batterie kann mit maximal 53 kW, die große mit maximal 67 kW geladen werden. Für die Ladung von 10 auf 80 Prozent steht man so bestenfalls 45 Minuten.


An Bord und beim Fahren fallen einige Neuerungen auf: Der Innenraum folgt jetzt konsequent der Touch-Logik, die Toyota-typischen Einstellmöglichkeiten über das Lenkrad fallen weg. Das ist sauber gelöst und gibt keine Rätsel auf - Toyota-Neulinge werden sich so wahrscheinlich noch schneller zurechtfinden. Einziger Kritikpunkt: Das Infotainmentsystem wirkt noch relativ langsam - das kann allerdings an unserem Prototypen liegen. Bei den Preisen zeigt sich der neue Toyota Urban Cruiser fair: Los geht's bei 35.990 Euro für die Variante Active, maximal werden 43.190 Euro für den Urban Cruiser Lounge mit großer Batterie und Allradantrieb fällig.


Toyota Urban Cruiser 2026 Elektro Innenraum

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